Auf unserem Energiewendestammtisch im November hatten wir Werner Kiwitt ( Artefact Glücksburg) als Vortragenden zu dem Thema " E-mobile Lade-Infrastruktur für den ländlichen Raum". Diese vor getragene Arbeit zielte auf die Lademöglichkeit für Elektroautos an den Orten der Hauptsehenswürdigkeiten unserer Region ab, vornehmlich um die touristische Attraktivität unserer Region zu erhalten. Einige Anbieter von Ferienwohnungen in unserer Region bieten heute schon zusätzlich E-Fahrzeuge zur Nutzung an.

Aber im Vortrag ging Werner natürlich auch auf die gesamte Palette der Elektroautos mit deren unterschiedlichen Lademöglichkeiten ein. Leider muss in diesem Punkt eine Vereinheitlichung der Ladetechnik unbedingt umgesetzt werden. Denn genau dieser Punkt wirkt neben der eingeschränkten Reichweiten einer raschen Umsetzung zur E- Mobilität entgegen.

Den gesamten Handlungsleitfaden kann man auf www.artefact.de unter Elektromobilität nachlesen.

Wir selbst fahren seit dem Herbst ein Elektroauto. Und der Fahrspaß wird durch die Technik deutlich gesteigert. Aber ein weiterer für die Energiewende relevanter Punkt ist die Speichermöglichkeit durch die Elektromobilität.

Dazu ein kleines Rechenbeispiel.

  • Ein einfacher E-Golf hat eine Batterie mit 40 kWh

    – das ist die benötigte Energiemenge für 10 Familien-Haushalte für einen ganzen Tag!

    oder eben für eine einzelne Familie für 10 Tage

    (bei einem Tesla wären es dann 100 kWh Speicher)

  • Was benötigt wird, ist ja nicht mal die gesamte Energiespeicherkapazität, sondern eben nur das Verschieben von Tag zu Nacht bzw. weg von den peaks morgens und abends

    d.h.: es muss nur ca. 20 - 40 % des Stromes am Tag verschoben werden. 

  • Die Autos stehen zu über 90 % nur herum, d.h. sie sind nicht in Bewegung. Wenn nun jeder bereit wäre (gegen ein kleines Entgeld natürlich), 10 % seiner Speicherkapazität zum be- und entladen für die Über- und Unterdeckung mit EE-Strom zur Verfügung zu stellen, könnten wir ganz locker mit diesem flächendeckenden Speicher die Angebots- und Nachfrageproblematik beim Stromverbrauch lösen.

  • Die Energiewende ist gar nicht so schwer zu lösen, es gilt nur, sie anzupacken mit vielen verschiedenen Bausteinen (Thomas Karle, 74635 Kupferzell )

Wenn die E-Autos flächendeckend vorhanden wären, könnten diese auf den Netzausbau Einfluss nehmen.

Dazu benötigen wir neben den dezentralen Energieerzeugungsanlagen auch das Breitbandnetz, das diese Informationen in kürzester Zeit transportiert. Das Breitbandnetz wird in den in den nächsten zwei Jahren in unserer Region ausgebaut.