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Was hat Humus mit unserem Klima zu tun? 

Der lebendige, humusreiche Boden rückt immer mehr in den Fokus der Landwirtschaft. Er bildet das Kapital des Landwirts und ist wichtig für die Bodenfruchtbarkeit und damit auch für die Ertragssicherheit. Solche humusreichen Böden sind in der Lage, gerade in Zeiten zunehmender Extremwetter-Ereignisse wie ein Schwamm auf Starkregen oder auch Dürre zu reagieren.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten den Boden mit Humus anzureichern und dadurch Ausgasungs- und Auswaschungsverluste zu verringern. Ein wichtiger Punkt hierbei ist, dass beim Humusaufbau Kohlenstoff in den Boden eingebracht und dort klimapositiv gebunden wird. Unsere Atmosphäre kann sich dadurch langfristig erholen und wieder abkühlen.

Im Projekt HumusReich arbeiten wir daran, diesen Prozess des Humusaufbaus im größeren Umfang umzusetzen. Auf Äckern in Hürup wird seit mehreren Jahren der Humusgehalt der Böden durch ein unabhängiges Prüfinstitut gemessen. Langfristig streben wir Erfolge wie im österreichischen Kaindorf an, wo Landwirte aktiven Klimaschutz durch Humusaufbau betreiben. 

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HumusReich vernetzt sich mit landwirtschaftlichen Beratern

HumusReich Flyer Cover snipLandwirtschaftliche Berater informieren sich über HumusReich

Landwirtschaftliche Beratungsringe unterstützen die einzelnen Betriebe dabei, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und nachhaltig zu wirtschaften. Die Ringe sind für die Landwirte Wissensvermittler für eine breite Palette an Themen: Von Unternehmensberatung bis hin zu technischem und betriebswirtschaftlichem Spezialwissen, beispielsweise für Biogas, Milchvieh- und Futterbaubetriebe, Pflanzenbau oder auch automatische Melksysteme.

Zunehmend in den Fokus kommt dabei das Thema Humusaufbau. Christoph Thomsen und Henning Knutzen wurden im September und Oktober in zwei Beraterrunden eingeladen, damit das Wissen in die Beratung einfließen kann. Die Einstiegsfrage „Ist Humusaufbau überhaupt gewünscht, sinnvoll und relevant?“ konnte nach ihrer Präsentation einhellig bejaht werden. Denn Humus ist wie ein Schwamm, der Wasser schnell aufnehmen, lange speichern und an die Pflanzen abgeben kann. Sprich: ein echter Wettbewerbsvorteil in trockenen Jahren, die in Folge des Klimawandels häufiger auftreten werden. Gleichzeitig kann Humus auch ein wichtiger Baustein zur angestrebten Klimaneutralität sein, wie beispielsweise der gemeinsam geschaute Youtube-Clip „The Soil Story“ verdeutlicht. Ein Prozent zusätzlicher Humusgehalt im Boden entspricht dabei ungefähr 50 Tonnen CO2, das der Atmosphäre entzogen und dessen Kohlenstoff (C) im Boden organisch gespeichert wird.

Flyer HumusReich

Hand Erde Pflanze

 

Wie können Landwirte in Zeiten des spürbaren Klimawandels für Ertragssicherheit sorgen? Wir haben Argumente für den Humusaufbau und praktische Umsetzungstipps in einem Flyer zusammengestellt. Hier geht's zum Download. 

BobenOp mit dem Projekt HumusReich auf der Norla

HumusReich Flyer Cover snip

Premiere!

Vom 05-08. September waren wir erstmal auf der Messe Norla in Rendsburg vertreten. Unser Anliegen: Mit HumusReich möchten wir Landwirte für  Humusaufbau und Bodenverbesserung begeistern. Humusaufbau sehen wir als ein wichtiges Instrument für die Landwirte um sich besser gegen die Folgen des Klimawandels (z.B. Dürre oder Starkregen) zu schützen und die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten bzw. zu steigern. Gleichzeitig sind HumusReiche Böden in der Lage CO2 zu speichern und so das Klima zu schützen.

Unsere Rolle als Verein wird dabei sein: Landwirte vernetzen, schulen, beraten und wissenschaftlich begleiten. Und auch: Sie finanziell zu unterstützen, indem wir den nachweislich im Boden gebundenen Kohlenstoff in Form von Klimaschutz-Zertifikaten vermarkten.

Mit dem freiwilligen Kauf von Klimaschutz-Zertifikaten könnten Betriebe oder Privatpersonen Ihren nicht vermeidbaren CO2-Ausstoß kompensieren und gleichzeitig neue Klimaschutzprojekte in der Region anstoßen.

Weitere Informationen findet ihr unter https://bobenop.de/projekte/kohlendioxidsenkung sowie in unserem aktuellen Flyer.

Kohlendioxidsenkung durch Humusanreicherung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Grund für unser Vorhaben ist in aller Munde – der Klimawandel.

Dafür verantwortlich sind Treibhausgase wie z.B. Kohlendioxid (CO2), die bei der Verbrennung von Kohle, Benzin und Gas, aber auch von Holz und Stroh freiwerden. Sie wirken in der Atmosphäre wie ein Glasdach auf dem Gewächshaus und halten die Sonnenwärme davon ab, wieder vollständig im Weltall zu verschwinden. Ganz ohne CO2 wäre es richtig kalt auf der Erde! Aber seit der Industrialisierung hat der Anteil dieses Gases an der Luft um mehr als ein Drittel zugenommen. Daher erwärmt sich die Erde, die Polkappen und das grönländische Eisschild schmelzen.

Das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) besteht aus zwei chemischen Elementen:

Kohlenstoff (C) ist der wichtigste Baustein für alles auf der Erde: Pflanzen, Tiere, Menschen bestehen zu großen Anteilen aus diesem Element. Kohle, Öl und Gas sind die fossilen Überreste von urzeitlichen Lebewesen. Wenn diese fossilen Brennstoffe verbrannt werden, wird Kohlenstoff frei, der vor Jahrmillionen aus der Atmosphäre entnommen wurde. Im Unterschied dazu setzen biogene Brennstoffe wie Holz oder Biogas „frischen“ Kohlenstoff frei, der erst während der letzten Vegetationsperioden durch Photosynthese gebunden wurde.

Pflanzen wandeln CO2 in Sauerstoff (O2) und andere Nebenprodukte um. Durch den erhöhten Kohlenstoffanteil im Boden werden Pflanzen größer, haben somit größere Flächen für die Photosynthese und können somit mehr Kohlendioxid (CO2) aus der Luft umwandeln. Dadurch wird noch mehr Sauerstoff erzeugt, der für uns Menschen lebensnotwendig ist

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kohlenstoff ist aber auch im Boden vorhanden! Er ist sogar eine Maßzahl dafür, wie viel wertvoller Humus für das Pflanzenwachstum zur Verfügung steht.

Unser Verein BobenOp will die natürliche Speicherung von Kohlenstoff in Ackerböden fördern. Landwirte können dazu durch den Einsatz von Kompost und Terra Preta beitragen.

Kohlenstoff, der im Boden gebunden ist, steht nicht für die Bildung von CO2 zur Verfügung.

Landwirte können also eine natürliche Kohlenstoffsenke aufbauen!

Das hat übrigens nichts mit CO2 -Verpressung zu tun. Bei BobenOp soll fester Kohlenstoff eingebunden werden, nicht das gasförmige CO2! Somit gibt es auch keinen Einfluss auf das Grundwasser.

Bring Kohle in den Kreislauf!

Klimaschutz kostet Geld, bringt aber Zukunft.

Jedes Unternehmen und jeder Haushalt kann eine Menge CO2 sparen – durch Gebäudedämmung, erneuerbare Energien wie Wind und Sonne, und durch effiziente Geräte.

Aber oft bleibt eine Restmenge übrig, die nicht eingespart werden kann. BobenOp bringt Leute zusammen: Unternehmen

und

Haushalte, die Klimawirkung ausgleichen wollen und Landwirte, die genau diese Kohlenstoffmenge in ihren Böden binden.

Das Besondere dieser Maßnahme ist, dass zum ersten Mal in Deutschland die Bodenfruchtbarkeit und der Humusgehalt unserer Böden in den Vordergund gerückt wird und messbar verändert wird. Bisher hatte fast kein Landwirt eine wissenschaftlich haltbare Grundlage für seinen Humusgehalt und wie er sich verändert, weil die Probenahme ohne genau festgelegte Punkte per GPS keine haltbare Aussage über den organischen Kohlenstoffanteil treffen konnte. Nur ganz wenige Landwirte haben sich überhaupt für den Kohlenstoffgehalt ihrer Böden interessiert. Laut Düngemittelvorschrift gibt es keine Verpflichtung diesen Gehalt zu untersuchen. Anders als im offiziellen CO2-Handel werden hier tatsächlich Kohlenstoffsenken geschaffen, die noch weitere Vorteile für den Umwelt-und Klimaschutz bieten. Hüruper Klimaschutzzertifikate sind keine handelbaren  Quoten, die vom Staat zur Verfügung  gestellt wurden, sondern freiwillige Leistungen zwischen Personen und Firmen und einzelnen Landwirten mit dem Verein Boben Op als Vermittler. Die teilnehmenden Firmen haben einen direkten Bezug zu den Maßnahmen und handeln regional mit voller Transparenz.  Der Verein hat sich durch seine Vereinsziele verpflichtet weitere Klimaschutzmaßnahmen anzuschieben und zu koordinieren, so dass eine Lenkungs- und Koordinierungseinheit geschaffen wurde. Der erweiterte Vorstand des Vereins besteht aus den Bürgermeistern des Amtes. Somit kommen die Projektvorschläge direkt aus den Kommunen, die Kontrolle erfolgt über die festgelegten Ziele der  Mitgliederversammlung durch den Vorstand.

Eine weitere Besonderheit ist es, dass diese Maßnahmen durch Bürgernähe von interessierten Bürgern geschaffen wurden und auf vielen Schultern getragen wird. Ursprünglich gab es einen Energiestammtisch, wo viele Ideen  im Klimaschutz in Hürup entwickelt und verwirklicht wurden. Der Verein Boben Op ist nur eine konsequente Weiterentwicklung dieser Ideen.