Bundesförderung für Mitfahrbänke

Jedes Landei weiß es aus Erfahrung: Die Stärke unserer Dörfer liegt im Miteinander! Miteinander schnacken, miteinander anpacken. Warum nicht auch miteinander Alltagswege zurücklegen? Es muss ja nicht jeder allein im Auto sitzen!

Das ist der Kern unseres neuen Projekts "Mitfahrbänke – Miteinander mitfahren, mitnehmen!“ mit Unterstützung durch das Klimaschutzmanagement der "Region Flensburg". Wir freuen uns über die Anerkennung als förderwürdiges Projekt durch das Bundesumweltministerium und die Möglichkeiten, die sich durch die finanzielle Förderung für unsere Region bieten:

  • Insgesamt 34 Sitzbänke mit Richtungsschildern werden in den nächsten zwei Jahren finanziert, in allen Gemeinden der Klimaschutzregion Flensburg. Mit viel Spaß und wenig Aufwand sollen so immer mehr Menschen gemeinsam mobil sein können!
  • Damit die Mitfahrbänke auch viel genutzt werden, werden begleitende Informations- und Motivationskampagnen finanziert und umgesetzt.  
  • Die Programmierung einer App zur Identifikation der Fahrer und Mitfahrer ist ebenfalls vorgesehen.

Unterstützt wird das Projekt durch die Klimaschutzmanagerinnen der 34 beteiligten Gemeinden.

Natürlich steht und fällt der Erfolg der Mitfahrbänke mit ihrer Bekanntheit! Deswegen sollen die Bänke in geselligen Aktionen aufgestellt werden, ähnlich einer Maibaum-Aufstellung, mit Gelegenheit zum lockeren Beisammensein.

Damit das Projekt ein Erfolg wird, brauchen wir Ihr Wissen, Ihre Einschätzung und Ihre Mithilfe:

  1. Wo soll Ihre Mitfahrbank stehen, welcher zentrale Ort eignet sich? (z.B. beim Kaufmann, beim Krug, bei einem wichtigen Arbeitgeber in ihrer Gemeinde...)
  2. Welche (bis zu 5) Zielorte sind für Ihre Gemeinde wichtig und sollen auf den Richtungsschildern stehen?
  3. Wann sollte die Bank aufgestellt werden -- im 1. Projektjahr (Herbst 2017) oder zum 1. Mai 2018? Für beide Termine ist je eine gemeinsame Aktion aller jeweils teilnehmenden Gemeinden vorgesehen, um das Netzwerk bekannt zu machen.
  4. Wer kann die Bank in Ihrer Gemeinde aufstellen - z.B. die (Jugend-) Feuerwehr, der Sportverein, die Ortsgruppe der Landjugend?
  5. Gibt es einen wichtigen öffentlichen Termin in Ihrer Gemeinde wie etwa eine Jubiläumsfeier, der sich als Aufstelltermin anbieten würde?
  6. Möchten Sie mehr als eine Mitfahrbank für Ihre Gemeinde, oder eine Sonderausstattung wie z.B. eine Überdachung? Auch dies wäre bei Eigenfinanzierung möglich.
  7. Welche lokalen Größen / Prominente können Sie sich gut als Schirmherren der Aktion vorstellen, haben Sie ggf. einen entsprechenden guten Kontakt?
  8. Haben Sie Ideen für Kampagnen, die in Ihrer Gemeinde und Ihrer Zielgruppe gut ankommen würden?
  9. Um die breite Unterstützung vor Ort in den einzelnen Gemeinden zu verdeutlichen und eine Verstetigung des Vorhabens zu ermöglichen, sind Spenden für das Projekt äußerst willkommen. Sieht Ihre Gemeinde oder Ihr Verein sich dazu in der Lage, einen finanziellen Beitrag zu leisten?

Bitte überlegen Sie gemeinsam, wie Ihr Dorf diese Fragen beantworten würde, und schicken Sie uns diese Antworten bis zum 20. Juli 2017 an mitfahrbank[at]bobenop.de.

Auch bei Rückfragen erreichen Sie uns unter dieser Mailadresse.

Nach Auswertung der Antworten werden wir zu einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung einladen. Dabei wollen wir erste Kampagnenideen vorstellen und von den Erfahrungen mit der Mitfahrbank in Hürup berichten.

Wir freuen uns auf ein erfolgreiches Projekt mit Ihnen -- für ein starkes Miteinander in unserer schönen Region!

 

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Bereits 25 Mitfahrbänke in der Klimaschutz-Region Flensburg!

Zum 1. Mai werden in weiteren acht Gemeinden der Klimaschutz-Region Flensburg 11 Mitfahrbänke aufgestellt. Aktiv werden die Gemeinden Ringsberg, Wees, Westerholz, Oversee (OT Barderup), Sieverstedt (OT Stenderup), Tarp, Großenwiehe und Harrislee. Die Bänke werden zum Großteil vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert, die Gemeinde Harrislee finanziert neben zwei geförderten Bänken zwei Mitfahrbänke selbst. Das Ziel sind mindestens 50 Mitfahrbänke in der Klimaschutz-Region, die Hälfte ist bereits geschafft!

Auch über die Klimaschutzregion Flensburg hinaus ist die Mitfahrbank ein Erfolgsmodell. Am 1. Mai stellt auch die Gemeinde Glücksburg eine vom Verein BobenOp gelieferte Mitfahrbank auf. Außerdem stehen bereits Mitfahrbänke in Großenbrode bei Fehmarn. Auch aus Harmsdorf bei Rendsburg und anderen Orten in Schleswig-Holstein und darüber hinaus erreichen uns Anfragen.

Mitfahrbank seit 1. Mai 2016 in Hürup

Mitfahrbank 1

Parallel zur Aufstellung des Maibaums haben Mitglieder des Vereins BobenOp e.V. in Hürup eine Mitfahrbank mit Zielangaben aufgestellt. Die Mitfahrbank steht zentral an der Dorfstraße gegenüber der Einfahrt zum Edeka-Markt und lädt die Menschen ein, sich gemütlich niederzulassen und den Wunsch zur Mitnahme anzuzeigen. Zielschilder in fünf Richtungs-Alternativen (Flensburg, Rüllschau, Husby, Satrup oder Freienwill) zeigen, wohin man möchte. Autofahrer, die bereit sind, jemanden mitzunehmen, können so die Richtung und den Zielort erkennen. Auch können sich Fahrer und Mitfahrer an der Mitfahrbank verabreden. Eine Möglichkeit dazu könnte über die Facebookseite „Hüruper“ genutzt werden.

Die Mitfahrbank soll dazu beitragen, dass die Mobilität für die Menschen verbessert wird. Sie ergänzt die wenigen Busverbindungen, und auch das soziale Miteinander kann so gesteigert werden – wir lernen uns besser kennen. Die Bank wurde von der Fa. Baustoffe Seemann gespendet und der Richtungsanzeiger wurde von Aktiven des Vereins entwickelt.

Der Verein BobenOp e.V. hat sich die Verbesserung des lokalen Klimaschutzes, der Energiewende und der Mobilität zum Ziel gesetzt (siehe www.bobenop.de).

Die Mitfahrbank ist ein Beitrag dazu und der Verein hofft auf eine gute Annahme durch die Bürgerinnen und Bürger. Es besteht auch die Hoffnung, dass andere Dörfer eine eigene Mitfahrbank realisieren. So könnte ein ganzes Mitfahr-Netz entstehen.

Fahren Sie einen kleinen Umweg zu der Mitfahrbank und nehmen Sie gerne Mitfahrer mit!