Das Semester startet und 30 Studierende in Flensburg stehen ohne Wohnsitz vor dem Aus. Sie haben die Zulassung, die Motivation … aber kein Zimmer. Ohne Adresse können sie sich nicht anmelden, keine Kurse besuchen, ihr Studium nicht beginnen. Gleichzeitig gibt es in unserer Region Häuser mit zu viel Platz, Zimmer, die leer stehen, und Menschen, die sich über Gesellschaft und ein wenig Unterstützung im Alltag freuen würden.
Haben Sie ein leer stehendes Zimmer, eine Einliegerwohnung oder einfach zu viel Platz? Würden Sie sich über Gesellschaft, Unterstützung im Alltag und eine neue, generationenübergreifende Verbindung freuen?
Dann melden Sie sich, gerne auch erst einmal unverbindlich, bei uns. Ein kurzer Hausbesuch klärt Erwartungen. Danach schlägt der Verein passende Studierende vor und stellt den Kontakt her – diskret, sicher und begleitet.
Was ist Wohnen für Hilfe?
Wohnen für Hilfe Region SH-Nord ist eine gemeinnützige Initiative von Boben op Klima- und Energiewende e.V. und weiteren Partnern aus der Region.
Ziel ist es, unter dem Vereinsmotto „Gutes Klima in Gemeinschaft“ Wohnraum und Unterstützung im Alltag so zu verbinden, dass alle Beteiligten profitieren. Dafür setzen wir stets dort an, wo wir regional selbstwirksam aktiv werden können.
So funktioniert Wohnen für Hilfe
Der Grundgedanke des Projektes ist die gegenseitige Unterstützung von Wohnraumanbietenden und Wohnraumsuchenden Menschen. Menschen mit Platz – zum Beispiel Senior*innen, Familien, Paare oder Menschen mit Behinderungen – stellen ein freies Zimmer oder eine Einliegerwohnung mietfrei (außer Nebenkosten) oder zu reduzierter Miete zur Verfügung. Im Gegenzug unterstützt der/die Wohnpartnerin (z. B. Studierende, Auszubildende) bei Alltagsaufgaben. Die Koordinationsstelle begleitet die Vermittlung und steht während des gesamten Prozesses zur Seite.
Wichtige Regeln:
1. Pflegeleistungen und medizinische Betreuung gehören nicht zum Konzept.
2. Als Faustregel gilt: eine Stunde Hilfe im Monat pro Quadratmeter Wohnfläche, der zur Verfügung gestellt wird.
Typische Hilfe im Alltag
- Hilfe im Haushalt oder Garten
- Kinderbetreuung
- Hausaufgabenhilfe
- Unterstützung bei Einkäufen und Erledigungen
- Gemeinsame Aktivitäten oder Spaziergänge
.. und dauerhafte Beratung.
Auch während der Wohnpartnerschaft sind wir als Ansprechpartner verfügbar und finden gemeinsam Lösungen, falls es einmal nicht wie gewünscht laufen sollte. Es gibt ein hohes Maß an individuellen Gestaltungs- und Vereinbarungsmöglichkeiten. Wohnen für Hilfe kann von Haushalt zu Haushalt anders aussehen.
Vorteile für Gesellschaft und Klima
- Freien Wohnraum sinnvoll nutzen
- Verlässliche Unterstützung im Alltag erhalten
- Bereicherndes Miteinander im eigenen Zuhause erleben
Der Weg zur Wohnpartnerschaft
1. Unverbindlicher Hausbesuch
Bei Interesse vereinbaren wir einen Hausbesuch, am besten mit allen Haushaltsbewohnerinnen.
Wir schauen gemeinsam, ob Wohnen für Hilfe zum jetzigen Zeitpunkt eine passende Option ist. Wir besprechen die möglichen Hilfeleistungen sowie Erwartungen und Wünsche an den/die Wohnpartner*in.
Aus dem im Gespräch erhobenen Daten erstellen wir ein internes Vermittlungsprofil.
2. Wir machen Vorschläge für eine mögliche Wohnpartnerschaft
Sobald wir eine passende Person gefunden haben, organisieren wir ein unverbindliches Kennenlernen. Nur wenn beide Seiten ein gutes Gefühl haben, kommt die Wohnpartnerschaft zustande.
Klingt das für dich spannend? Dann melde dich gern bei uns!
Ansprechpartner: Christoph Thomsen
E-Mail: wohnenfuerhilfe@bobenop.de
Telefon: 0151 54 70 94 48
Kennst du jemanden, der von dieser Initiative hören sollte? Dann leite gern unseren Flyer oder unser SharePic weiter: